Das war es also das letzte Rennen auf deutschem Boden für dieses Jahr. Warum, wieso und weshalb das letzt, später mehr.
Sonntag morgen um zehn hieß es dieses Wochenende, Spannung aufbauen, sich rennfertig machen und fahren was das Zeug hielt. Waren in Singen
am Hohentwiel doch 106km und 2600Hm zufahren.
Das Rennen um die deutsche Meisterschaft war in diesem Jahr besser besetzt, als die Jahre zuvor. Alles was in MTB Deutschland Rang und
Namen hat war am Start. Außerdem noch einige Straßenprofis, die ihr Glück auf dem technisch einfachen Kurs versuchen wollten.
Kurs nach dem Start unterlief dem Veranstalter ein übles Missgeschick, statt von der neutralisieren Startrunde auf den eigentliche Kurs
abzubiegen wurde das Feld der rund 200 Fahrer weitergeradeaus geschickt. Dadurch fanden ich alle Favoriten am anderen ende des Feldes
wieder und alle versuchten möglichst schnell wieder an die Spitze des Feldes zukommen. Im folgenden Anstieg gelang dies recht schnell,
das vorne Tempo rausgenommen wurde. Als ich gerade auf dem Weg nach vorne war, musste ich erneut abbremsen. Mitten auf der Strecke stand
ein Auto und blockierte halb die Stecke, Stau und hinten anstellen ist da sie logische Konsequenz.
Als ich weiter fahren konnte war die Spitzengruppe, die zweite und auch die dritte Gruppe ziemlich weit weg. Auf dem schnellen,
Windanfälligen Kurs war ein nach vorne fahren fast nicht drin. Zumal ich mit dem Kurs nur schlecht zurecht kam. Die unzähligen kleine,
aber steilen Anstiege und der eckige Kurs war einfach nicht meins.
So fährt man also vor sich hin und hofft das die 100km schnell vorbei sind. Ohne Gruppe war das Rennen nicht wirklich toll. Um ehrlich zu
sein, war der Kurs langweilig, öde und nicht wirklich Meisterschaft würdig. Wenn ca. 30% des Kurses über Asphalt führen, der heftigste
Berg ebenfalls auf Teer gefahren wird und dazu noch Schnur gerade in den Himmel führt kann man meiner Meinung nicht von einem MTB Marathon
reden.
Nach 4:17 hatte das leiden endlich eine Ende, ich war im Ziel, wollte schnell unter die Dusche und flott nach hause.
Landschaftlich ist durchaus schön rund um Singen, aber an dem Marathon sollte noch gearbeitet werden.
Deutscher Meister ist im übrigen Karl Platt vor Stefan Sahm und Hannes Genze geworden. Für meine Teamkollege Wolfram hat es zu Platz fünf gereicht
Jetzt aber zu dem warum, wieso und weshalb das Rennen mein letztes auf deutschen Boden war.
Am kommenden Wochenende heißt es wieder: „On the Road again“. Dieses mal geht es richtig weit Richtung Süden, nämlich nach Südfrankreich
um über nächsten Freitag mit allen Teamkollegen und Kolleginnen bei
"Roc d Azur"
am Start zustehen.
Weil´s so schön zum angucken ist, gibt es hier weitere Fots von der
Marathon DM