Die Startphase gestern in Grafschaft, ich mit Startnr. 35. Zum vergößern, das Bild anklicken.
Grafschaft - 23.08.2008
Licht und Schatten...
...können manchmal sieben Tage auseinander liegen. Nachdem es letzte Woche alles perfekt zusammen passte und ich super zurecht kam,
klappte gestern beim Marathon in Schmallenberg/Grafschaft nichts.
Schon die ganze Woche fühlte ich mich müde und schlecht, war "dauerplatt" und ausgelaugt. Die Beine wollten nicht und
auch vom Kopf her konnte ich mich nicht motivieren. Dementsprechend bin ich nur einmal eine
Stunde Rad gefahren und selbst die war Quälerei. Die Ursachen für die Müdigkeit sind mit Sicherheit die Nachwirkungen
des 24h Rennen, aber auch die Umstellung vom Arbeitsalltag in den Schulalltag. Es ist doch ein völlig anderer Tagesablauf den
ich seit zwei Wochen in der Berufsschule habe.
Nach Grafschaft war ich gefahren um wieder Landesmeister im Marathon zu werden, der Titel wurde nämlich in Grafschaft ausgefahren.
Die Ambitionen auf den Titel musste ich aber recht schnell begraben. Am ersten Berg ging es schon nicht wirklich gut, dennoch konnte
ich in der Spitzengruppe mitfahren. Im Grunde war es aber nur eine Frage der Zeit, bis ich aus dieser Gruppe rausfiel. Das Tempo war mir
im Hinblick auf die 110km zu hoch.
Am nächsten Berg war es dann um mich geschehen. Schnell fand ich mich in der Verfolgergruppe wieder aber auch die war für mich zu schnell.
Ich kam einfach nicht zurecht, es passt nichts zusammen, ich musste quasi um jeden Tritt kämpfen. Um es gekürzt zu sagen: "Es gibt einfach
Tage an denen sollte man nicht um fünf aufstehen, damit man um halb zehn im Regen am Start eines 110km Marathon stehen kann."
Die ersten 35-40km hab ich noch gekämpft. Nachdem aber Fahrer um Fahrer kampflos an mir vorbei zog, hatte ich keine Lust mehr weiter zu kämpfen.
Zu Beginn des letzten Bergs hatte ich mit dem Rennen abgeschlossen und bin wirklich locker ins Ziel der Halbdistanz gerollt. Das ich dort noch
10. geworden bin hat mich durchaus überrascht.
Am kommenden Wochenende steht "endlich" kein Rennen an. Die freie Zeit werde ich genießen, ausschlafen und den ein oder anderen Trainingskilometer
fahren. Damit ich im September erholt und mit neuer Kraft die letzten Rennen in Angriff nehmen kann.
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